Tag der deutschen Imkerei – Öffentliche Veranstaltung am 04.07.2026

Bald ist es wieder soweit: an jedem ersten Samstag im Juli wird bundesweit der Tag der deutschen Imkerei gefeiert. Auch wir laden alle Freunde und Interessierte der Imkerei herzlich dazu ein.

Es wird wieder viel zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu riechen geben. Neben allerhand Informationsmaterial, kann man sich bei der Imkereiausstellung einen Überblick von der praktischen Seite machen. Alle anwesenden Imker erzählen Ihnen gerne, wofür die ganzen Geräte und Werkzeuge eingesetzt werden. Der Bienenschaukasten öffnet die Sicht auf das Treiben in einem Bienenstock und die Chancen stehen gut, dass sich auch die Königin bewundern lässt.

Natürlich gibt es auch Honig, das wohl leckerste Imkereierzeugnis!

Wann: Samstag 04. Juli 2026, 13 – 18 Uhr
Wo: Vereins- und Lehrbienenstand, Im Langenseifen 57072 Siegen-Achenbach

Wir freuen uns wieder auf viele nette Gespräche und spannende Fragen!

Happy Birthday, Anton Janša

Im Jahr 2018 wurde der 20. Mai von den Vereinten Nationen offiziell zum Weltbienentag erklärt. Doch nur wenige wissen, warum gerade dieses Datum gewählt wurde.

Der Ursprung reicht zurück bis in die Zeit von Kaiserin Maria Theresia. Sie ordnete bereits 1769 die Einrichtung einer Bienenschule an. Dort wurde Anton Janša zum kaiserlich-königlichen Lehrer der Bienenzucht ernannt.

Anton Janša entwickelte die ersten Zargenbetriebsweisen und prägte damit die Weiterentwicklung der Bienenzucht nachhaltig.

Daher wurde der 20. Mai, der Geburtstag von Anton Janša, zum Weltbienentag erklärt.

Gemeinschaftliche Königinnenzucht

Zuchtarbeit ist immer auch Terminarbeit, egal wie das Wetter ist. Am Sonntag, den 10. Mai, fand am Vereins- und Lehrbienenstand der Umlarvtermin mit einer Buckfast-Zuchtkönigin statt. Diese Zuchtkönigin wurde vom Verein speziell für die gemeinschaftliche Königinnenzucht angeschafft, insbesondere im Rahmen des Projekts „Varroa 2033 – 20 drei drei behandlungsfrei“.

Zusätzlich wurde am Montag, den 11. Mai, für die Carnica-Imker eine weitere Zuchtserie umgelarvt. Damit haben nahezu alle Imkerinnen und Imker die Möglichkeit, von den ausgewählten Zuchtmüttern zu profitieren und hochwertige Königinnen für ihre eigenen Völker nachzuziehen.

Im weiteren Verlauf der vereinsinternen Zuchtarbeit ist geplant, künftig jedes Jahr im Wechsel eine Zuchtkönigin unterschiedlicher Rassen anzuschaffen und gemeinschaftlich weiter zu züchten. Auf diese Weise soll die Zuchtarbeit im Verein nachhaltig gestärkt und die Qualität der Bienenvölker langfristig verbessert werden.

Als Vorarbeit für die Königinnenzucht wurden aus sechs Bienenvölkern, die dem Verein hierfür zur Verfügung gestellt wurden, zwei Sammelbrutableger gebildet. Gleichzeitig wurden auch Königinnenableger mit den bisherigen Königinnen der jeweiligen Völker erstellt.

Die Sammelbrutableger wurden bereits am 30. April gebildet und erhielten jeweils einen Pheromonstreifen. Dadurch sollte verhindert werden, dass die Bienen aus der Notsituation heraus selbstständig mit der Nachschaffung einer Königin beginnen. Dennoch wurden die Sammelbrutableger an zwei Terminen sorgfältig kontrolliert.

Die große Durchsicht fand am 9. Mai statt. Dabei wurden sämtliche Waben gezogen, abgefegt und gezielt auf Weiselzellen sowie auf offene Brut – einschließlich Drohnenbrut – überprüft. Vorhandene Weiselzellen und offene Brut wurden konsequent entfernt. Dank der eingesetzten Pheromonstreifen bildete sich in den beiden Sammelbrutablegern lediglich jeweils eine einzige Weiselzelle.

Der Pheromonstreifen wurde am 9. Mai aus dem Sammelbrutableger für die Buckfastzucht entfernt und am 10. Mai aus dem Sammelbrutableger für die Carnica-Zucht. Damit waren die Völker optimal auf die anschließende Umlarvarbeit vorbereitet.

Den Imkerinnen und Imkern stehen nun verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die neuen Königinnen in ihre Völker einzuweiseln beziehungsweise für die eigene Nachzucht zu nutzen.

Angeblasene Weiselzelle:
Die angeblasenen Weiselzellen können von den Imkerinnen und Imkern selbstständig in weiselrichtigen Völkern im Honigraum fertig gepflegt und versorgt werden.

Schlupfreife Weiselzelle:
Mit schlupfreifen Weiselzellen können unmittelbar Ableger mit offener Brut gebildet werden, sobald die Zellen in einen Ausfressschutz eingesetzt wurden. Ebenso können weisellose Völker – auch solche mit offener Brut – mit diesen Weiselzellen gebildet werden.

Unbegattete Königin:
Die geschlüpften, unbegatteten Königinnen können mithilfe eines Zusetzkäfigs in weisellose Völker ohne offene Brut eingeweiselt werden. Auch bei Völkern mit offener Brut besteht die Möglichkeit der Einweiselung. In diesem Fall erfolgt dies mit Unterstützung einer Zweitschlupfzelle.

Begattete Königin:
Die Königinnen werden in Begattungseinheiten aufgestellt und können anschließend bereits begattet an die Imkerinnen und Imker abgegeben werden. Die Einweiselung erfolgt entweder durch Zusetzen mit einem Zusetzkäfig in brutfreie Völker oder – bei Völkern mit Brut – mithilfe einer Zweitschlupfzelle.

Für die kommenden Jahre ist zudem geplant, die Königinnen gemeinschaftlich zu Anpaarungsplätzen, Belegstellen oder auch auf Inselbelegstellen zu bringen. Damit soll die Qualität der Anpaarung weiter verbessert und die gemeinsame Zuchtarbeit im Verein nachhaltig ausgebaut werden.