Honiglehrgang 2018

Am 24. und 25. März 2018 findet im Gasthof Jockebes in Netphen – Irmgardeichen der Jährliche Fachkundelehrgang Honig statt, welcher vom Landesverband Westfälisch Lippischer Imker e.V. veranstaltet wird.

In diesem Lehrgang werden Inhalte wie  z.B. Honigrohstoff, Honigentstehung, Honigreifung, Honigbearbeitung und gesetzliche Verordnungen vermittelt. Das Zertifikat „Fachkundenachweis Honig“ erhält man nach erfolgreichen Bestehen eines Tests. Das Zertifikat ist im Kreise der Imker wichtig, da nur mit diesem Zertifikat – in Verbindung mit der Mitgliedschaft in einem Imkerverein – die Möglichkeit besteht, seinen Honig im allseits bekannten D.I.B. (Deutscher Imkerbund) Glas zu verkaufen.

Die Honigverarbeitung benötigt teilweise sogar mehr Zeit als die restliche Imkerei, da die Ansprüche der D.I.B.-Bestimmungen über die gesetzlich vorgegebenen der Honigverordnung noch hinaus gehen.

Die Veranstaltungen des Landesverband Westfälisch Lippischer Imker e.V. sind für alle zugänglich. Wenn man Interesse an solch einer Veranstaltung hat, kann man sich auch ohne Mitglied eines Imkervereins zu sein anmelden, was auch einige Interessierte der Imkerei machen, die nun  erfolgreich den Lehrgang „Grundausbildung für Neuimker“ begonnen haben.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.imkerakademie.de

Grundausbildung für Neuimker 2018 – AUSGEBUCHT

Grundausbildung für Neuimker
Ort: Kreuztal
Zetiraum: 13. Januar 2017 bis 29. September 2018

Die Grundausbildung soll die Jungimker durch theoretische Ausbildung und praktische Unterweisung in ihrem ersten Bienenjahr begleiten. Die Schulungsinhalte und die acht Termine sind dem Bienenjahr entsprechend angepasst.

  1. Biologie der Honigbiene und artverwandter Insekten
  2. Arbeitsmaterialien und deren Anwendung, Frühjahrsarbeiten
  3. Schwarmbiologie, Ablegerbildung, Rechtsvorschriften
  4. Sommerarbeiten, Konzept einer Betriebsweise, Wachsverarbeitung
  5. Honigernte und Honigverarbeitung
  6. Bienengesundheit  und Varroa im Griff
  7. Pflegearbeiten und praktische Arbeiten
  8. Ein Bienenjahr geht zu Ende, Varroakontrolle im Winter

Veranstalter ist der Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e. V.

Infos und Anmeldungen zu diesen und anderen Terminen gibt es auf den Webseiten von imkerakademie.de.

Saubere Gläser entsorgen

Die Tage werden seit der Sommersonnenwende spürbar kürzer. Auch wenn uns noch einige schöne Tage wünschen, ist die Natur schon dabei, sich auf den Winter einzustellen.

Wie stellen sich die Bienen auf den Winter ein?

Für den Winter tragen die Bienen einen großen Honigvorrat ein.

Der Honig wird bei uns im Siegerland meist gegen Ende Juli das letzte Mal abgeschleudert, und seit Anfang August sind die Imker dabei, die Bienen „einzuwintern“. Das Einwintern beinhaltet, die Bienen zum einen mit Futter für den Winter zu versorgen. Dafür waren ihre Honigreserven vorgesehen, diese müssen adäquat ersetzt werden. Zum anderen wird nun gegen die Varroamilbe behandelt, die sich in den Völkern während der Sommermonate drastisch vermehrt und eine Gefahr für das Überleben des Volkes darstellt.

Neben dem Einlagern des dargereichten Futters bringen die Bienen weiter Tracht ein, die wichtig ist für die Brut. Doch ist das Angebot an Pollen und Nektar ab August schmal, und die Bienen suchen nach Alternativen.

Welche Alternativen können das sein?

Honiggläser, ungereinigt im Glascontainer entsorgt, haben Honigreste. In Deutschland müssen Gläser, die im Glascontainer entsorgt werden, nur „löffelrein“ sein, d.h., dass Honigreste in den Gläsern zurück bleiben. Sobald eine Biene durch den typischen Geruch von Honig angelockt worden ist, verständigt sie in ihrem Stock die anderen mit ihrer bienenspezifischen Kommunikation. Dies hat natürlich zu Folge, dass die Honigreste schnell fortgetragen sind und das Treiben ein Ende hat.

Warum birgt nun das Sammeln dieser Reste große Gefahr für das einzelne Bienenvolk und für alle Völker, die diesen Container besuchen?

Weil diese Honigreste Krankheiten übertragen, die für Bienen hochansteckend sind.

In den letzten Wochen wurden im Kreis Siegen-Wittgenstein mehrere Sperrbezirke um Gebiete errichtet, in denen die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen war. Diese Krankheit wird durch den Honig weitergetragen. Der Krankheitserreger hat keinerlei Auswirkungen auf uns Menschen. Unser Verdauungstrakt würde eventuelle Sporen im Honig sofort abtöten, selbst wenn wir körperlich geschwächt sein sollten. In Gegensatz dazu sind die Sporen hoch ansteckend für Bienen.

Aus den Gläsern mit dem Resthonig im Glascontainer kann die Krankheit von den Bienen ins Volk eingetragen werden, was beinahe sicher den Untergang des Volkes bedeutet.

Was kann noch passieren?

Wie die Amerikanische Faulbrut können auch andere Bienenkrankheiten aus dem Ausland eingeschleppt werden. Ca. 80% der in Deutschland verarbeiteten Honige kommen aus dem Ausland und können über das Wegwerfen von nicht gespülten Gläsern unter den Bienen verbreitet werden.

Daher bitten wir, im ganzen Jahr und nicht nur im Herbst, alle leeren Honiggläser nur im gespülten und gereinigten Zustand zu entsorgen.

Wie bekomme ich den klebrigen Honig aus den Gläsern?

Honig löst sich ganz einfach in Wasser. Honig ist wasseranziehend, also hygroskopisch, und löst sich schnell. Gerne können Sie auch die gereinigten Gläser den Imkern in Ihrer Region zukommen lassen, die sie wiederverwerten. Schonen Sie Kosten und Ressourcen, ganz gleich, ob es sich um das bekannte Imkerglas vom Deutschen Imkerbund oder ein neutrales aus dem Supermarkt handelt.

Helfen Sie uns, unsere Bienen gesund zu halten.

Ihr Imkerverein Siegen 
www.imkerverein-siegen.de