Imkerverein Siegen – Bienenschwarm in Siegen-Setzen eingefangen

Liebe Imkerinnen und Imker, Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am Donnerstag (07.05.2018) gab es in Siegen Ortsteil Setzen einen großen Bienenschwarm. Dieser hatte eine Gesamtmasse von ca 3,2kg.
Die Finder des Schwarms kontaktierten Herrn Karsten Krah zum einfangen des Schwarms. Dieser sitze jedoch ca. 16m im hohenBaum. Durch intensive mithilfe der Finder konnte am nächsten morgen der Schwarm abgeholt werden.

Ab jetzt beginnt die heiße Zeit für die Imker und nun beginnt auch die heiße Phase der Bienenschwärme. Lasst es bitte nicht drauf ankommen einen Bienenschwarm sich selbst zu überlassen. Falls Sie einen Bienenschwarm sehen rufen Sie uns einfach an – wir helfen Ihnen gerne und sammeln diese kostenlos ein.

In den Monaten April bis Juni ist die sogenannte Hochsaison zum Schwärmen von Bienen. Im Jahr 2017 hatten wir noch einen sehr kühlen April welche die Bienen sehr geschwächt haben. Im Jahr 2020 wird dies allen Anschein nach ganz anders aussehen da bisher kaum Schneefall und kalte Tage vorhanden gewesen sind. Kräftige Bienenvölker nutzen den Überfluss an Nektar und Pollen, um sich zu teilen. Das ist ein natürlicher Prozess. Etwa die Hälfte der Bienen zieht mit der (alten) Königin aus und setzen sich in der Nachbarschaft als „Schwarmtraube“ in einen Baum o.ä.. Der Rest der Bienen bleibt in der Bienenkiste und zieht sich eine neue Königin heran.

Falls Sie sich nicht selbst trauen den Schwarm einzufangen, melden Sie sich bitte bei uns. Wir bringen alle Gerätschaften/Hilfsmittel mit um die Bienen ein sicheres Zuhause zu bieten.

Wenn der Schwarm unbemerkt das Weite suchen sollte, ist das dennoch kein Problem. Im Blick auf das verbleibende Restvolk in Ihrer Bienenkiste ist das ohnehin unerheblich. Es erhält in jedem Falle eine frische junge Königin somit erneuert das Volk sich auf diesem Wege selbst. Es holt den Verlust an Bienen schnell wieder auf und wird voraussichtlich auch noch eine gute Honigernte einbringen wird. Die mit dem Wechsel der Königin verbundene kurzzeitige Unterbrechung der Bruttätigkeit ist zudem eine natürliche Krankheitsvorsorge.

Das Schwarmgeschehen ist ein natürlicher Vorgang. Es ist aber im Interesse einer gelingenden Bienenhaltung und guter Nachbarschaft sinnvoll, den Schwarmprozess nicht einfach so laufen zu lassen, sondern ihn kontrolliert zu lenken.

Wir würden uns freuen – bei einer Sichtung eines Bienenvolkes – mit uns sofort Kontakt aufzunehmen.

Ihr Imkerverein Siegen e.V.
Karsten Krah: 0171 90 30 772
Martin Neziraj: 0176 76 77 9 206

Bildrecht: Karsten Krah
Zu beachten ist: §§ 961-964
Suchmaschine: Carnica, Buckfast, Garten, Wespen, Imker, Tierheim Siegen, Innenstadt, Buchen, Kreuztal, Netphen, Eiserfeld, Eisern, Rinsdorf, Lindenberg, Giersberg, Fischbacherberg, Buchen, Geisweid, Weidenau, Setzen, Obersetzen

Imkerverein Burbach e.V. bietet einen Grundkurs für Bienenhaltung an.

Wir alle kennen den schmackhaften Honig und die wichtige Bestäubungsaufgabe der Honigbienen. Die Bienen können noch vieles mehr und lassen selbst erfahrene Imker immer wieder staunen.

Entdecken Sie mit uns die interessante Welt der Honigbienen

In diesem Grundkurs werden wir Sie in den Grundlagen der Bienenhaltung von Anfang an in Theorie und Praxis schulen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie reine und ursprüngliche Nahrungsmittel wie Honig, Pollen und Propolis selbst erzeugen können.

Sie lernen mit einer außergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung ein Bienenvolk mit ca. 50.000 Bienen ohne Angst vor Stichen zu führen und gesund zu halten.

Die Kursinhalte sind den Abläufen des Bienenjahres angepasst.

In den Kursgebühren von € 145 sind alle Schulungsunterlagen enthalten.

Eine umfassende Schulungsmappe erhalten Sie am ersten Kurstag.

Anmeldeschluss ist der 15.01.2020
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt

Weitere Informationen, Flyer und Anmeldemöglichkeiten unter: https://www.imkerverein-burbach.de/index.php/grundkurs-bienenhaltung

Honiggläser richtig entsogen

Die Tage werden seit der Sommersonnenwende spürbar kürzer. Auch wenn uns noch einige schöne Tage wünschen, ist die Natur schon dabei, sich auf den Winter einzustellen.

Wie stellen sich die Bienen auf den Winter ein?

Für den Winter tragen die Bienen einen großen Honigvorrat ein.

Der Honig wird bei uns im Siegerland meist gegen Ende Juli das letzte Mal abgeschleudert, und seit Anfang August sind die Imker dabei, die Bienen „einzuwintern“. Das Einwintern beinhaltet, die Bienen zum einen mit Futter für den Winter zu versorgen. Dafür waren ihre Honigreserven vorgesehen, diese müssen adäquat ersetzt werden. Zum anderen wird nun gegen die Varroamilbe behandelt, die sich in den Völkern während der Sommermonate drastisch vermehrt und eine Gefahr für das Überleben des Volkes darstellt.

Neben dem Einlagern des dargereichten Futters bringen die Bienen weiter Tracht ein, die wichtig ist für die Brut. Doch ist das Angebot an Pollen und Nektar ab August schmal, und die Bienen suchen nach Alternativen.

Welche Alternativen können das sein?

Honiggläser, ungereinigt im Glascontainer entsorgt, haben Honigreste. In Deutschland müssen Gläser, die im Glascontainer entsorgt werden, nur „löffelrein“ sein, d.h., dass Honigreste in den Gläsern zurück bleiben. Sobald eine Biene durch den typischen Geruch von Honig angelockt worden ist, verständigt sie in ihrem Stock die anderen mit ihrer bienenspezifischen Kommunikation. Dies hat natürlich zu Folge, dass die Honigreste schnell fortgetragen sind und das Treiben ein Ende hat.

Warum birgt nun das Sammeln dieser Reste große Gefahr für das einzelne Bienenvolk und für alle Völker, die diesen Container besuchen?

Weil diese Honigreste Krankheiten übertragen, die für Bienen hochansteckend sind.

In den letzten Wochen wurden im Kreis Siegen-Wittgenstein mehrere Sperrbezirke um Gebiete errichtet, in denen die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen war. Diese Krankheit wird durch den Honig weitergetragen. Der Krankheitserreger hat keinerlei Auswirkungen auf uns Menschen. Unser Verdauungstrakt würde eventuelle Sporen im Honig sofort abtöten, selbst wenn wir körperlich geschwächt sein sollten. In Gegensatz dazu sind die Sporen hoch ansteckend für Bienen.

Aus den Gläsern mit dem Resthonig im Glascontainer kann die Krankheit von den Bienen ins Volk eingetragen werden, was beinahe sicher den Untergang des Volkes bedeutet.

Was kann noch passieren?

Wie die Amerikanische Faulbrut können auch andere Bienenkrankheiten aus dem Ausland eingeschleppt werden. Ca. 80% der in Deutschland verarbeiteten Honige kommen aus dem Ausland und können über das Wegwerfen von nicht gespülten Gläsern unter den Bienen verbreitet werden.

Daher bitten wir, im ganzen Jahr und nicht nur im Herbst, alle leeren Honiggläser nur im gespülten und gereinigten Zustand zu entsorgen.

Wie bekomme ich den klebrigen Honig aus den Gläsern?

Honig löst sich ganz einfach in Wasser. Honig ist wasseranziehend, also hygroskopisch, und löst sich schnell. Gerne können Sie auch die gereinigten Gläser den Imkern in Ihrer Region zukommen lassen, die sie wiederverwerten. Schonen Sie Kosten und Ressourcen, ganz gleich, ob es sich um das bekannte Imkerglas vom Deutschen Imkerbund oder ein neutrales aus dem Supermarkt handelt.

Helfen Sie uns, unsere Bienen gesund zu halten.

Ihr Imkerverein Siegen 
www.imkerverein-siegen.de